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Berufliche Oberschule Ingolstadt
Staatliche Fachober- und Berufsoberschule

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Am 19.07.2019 durften wir, die Klasse FW11e, im Rahmen der fachpraktischen Anleitung die Wehrtechnische Dienststelle 61 für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr besuchen.
An der Dienststelle angekommen, wurden wir freundlich in Empfang genommen und bekamen einen sehr informativen Vortrag über die WTD und die verschiedenen Berufsmöglichkeiten am Standort Manching, aber auch über die Bundeswehr im Allgemeinen zu hören. Nach dieser einführenden Präsentation teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während für eine Gruppe die Möglichkeit bestand, sich die Ausbildungsräume anzuschauen, ging die andere in eine Halle mit alten Flugzeugen und Hubschraubern, die zum Zweck der Ausbildung aufgehoben werden.  An diesen lernen die Auszubildenden den Aus-, Auf- und Umbau, also den gesamten Aufbau einer Maschine in all ihren Einzelheiten kennen. Ebenfalls konnten wir uns kurz mit den Azubis über die Ausbildung unterhalten.



Im Anschluss daran fuhren wir zu weiteren Hubschraubern, bei denen uns über deren verschiedenen Einsatzmöglichkeiten berichtet wurde. Insbesondere die Informationen über die Eurofighter zogen unser Interesse auf sich.

Zum Abschluss gingen wir noch auf den Tower, um zum einen die wunderschöne Aussicht über das ganze Gelände der WTD zu genießen und zum anderen die vielen neuen Eindrücke und die interessanten Informationen Revue passieren zu lassen.

A.Wächter und M. Kirschner

Information zu den Fotos: Die Aufnahmen wurden alle im „Lehrdock" der WTD 61 erstellt, in dem nicht mehr flugfähige Luftfahrzeuge zu Ausbildungszwecken stehen.

Am 24.07.2019 kam die AusbildungsOffensive-Bayern mit einem Informationsteam an die FOSBOS Ingolstadt, um den Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen der Ausbildungsrichtungen Technik und Wirtschaft etwaige Wege eines dualen Studiums aufzuzeigen bzw. mit Blick auf die Wahl von Ausbildungsrichtungen allgemein zu beraten. 

Bei gefühlt 40 Grad Außentemperatur war nicht nur die Hitze im Raum greifbar, auch die Informationen des jungen Teams hatten den „Hotness-Faktor“:  So führten die Referenten anschaulich aus, dass derjenige, der sich für ein duales Studium entscheidet, zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, denn duale Studienangebote verbinden intensive Praxisphasen in Ausbildungsbetrieben mit einem wissenschaftlichen Hochschulstudium.

Ein weiterer großer Vorteil eines dualen Studiums liegt in der Zeiteinsparung, denn das Studium an einer Hochschule und Praxiserfahrung werden parallel durchlaufen. Das geht schneller als die Variante, wenn man vor dem Studieren zuerst eine Ausbildung absolvieren muss.

Außerdem sind die Einstiegschancen in die Berufswelt nach dem Studium erhöht: Wer nämlich schon während des Studiums in einem Unternehmen arbeitet, knüpft wertvolle Kontakte, die nach der Ausbildung die Festanstellung oder Übernahme erleichtern können.

Um die beruflichen Interessen der Schülerinnen und Schüler in Erfahrung zu bringen, führte das Team anhand einer Sticker-Broschüre einen Test durch. Dabei kamen auch durchaus überraschende Ergebnisse zustande, z. B. dass Schülerinnen und Schüler der Internationalen Wirtschaft doch technisch interessierter sind, als sie dachten, wenn der Test beispielsweise das Wirtschaftsingenieurswesen als Ergebnis lieferte.

In der abschließenden Fragerunde wurde auch finanzielle Aspekte wie beispielsweise das zu erwartende Gehalt, die finanzielle Unabhängigkeit vom Elternhaus oder das Thema Bafög thematisiert.

Wir danken der AusbildungsOffensive-Bayern für diesen äußerst informativen Tag und hoffen, das Team auch im nächsten Schuljahr wieder an der FOSBOS Ingolstadt begrüßen zu dürfen.

Bernd Schreiber und Lukas Schumacher

Wettbewerb „Schüler-bauen-Roboter“ der TU München 2018/2019 – Kreativpreis geht dieses Jahr an die FOSBOS Ingolstadt!

Auch dieses Schuljahr machten sich die Schüler aus den 11./12. Klassen FOS und den 12./13. Klassen BOS auf den abendlichen Weg nach München, um am Wettbewerb „Schüler bauen Roboter“ der Technischen Universität München teilzunehmen. Ziel war es, in einem „Sumo-Bot-Fight“ den feindlichen Roboter aus dem mit Klebeband markierten kreisförmigen Ring zu schieben.

Es fanden sich anfangs des Schuljahrs schnell zwei Gruppen, eine FOS- und eine BOS-Gruppe. Die eher jüngeren FOS-Schüler wussten noch nicht so richtig, worauf sie sich einließen, freuten sich aber schon auf die wechselnden Aufgabenstellungen, mit denen sie in diesem Schuljahr konfrontiert werden würden. Dagegen hatte die Gruppe BOS(S) schon alte Veteranen aus den 13. Klassen rekrutiert, die den nebenunterrichtlichen massiven Zeit- und Arbeitsaufwand im Vorfeld einschätzen konnten. Sie freuten sich aber – von der letztjährigen Zweitplatzierung angespornt – bereits auf den Wettbewerb.

Am 22.10.2018 nachmittags war es dann soweit. Nach einer Rede des veranstaltenden Lehrstuhlinhabers  Prof. Utschick erhielten die Schüler ihre „Arduino“ Roboter Bausätze, die sie dieses Mal erstmalig behalten durften. Es wurde ihnen auch eine erste Aufgabe gestellt, nämlich eine bestimmte LED Folge zu stecken und diese zu programmieren. Beide Gruppen schafften diese erste Hürde mit Bravour. Für das Mitteltreffen wurde als Ziel angesetzt, den Roboter fertig zu löten und zu programmieren, sodass er auf eine Markierung mit Hilfe von Sensoren reagieren kann.


Nach einer langen Konzeptions- und Bauphase war es dann soweit: Die beiden Gruppen nahmen mit ihren fest verteilten Gruppenrollen (Schatzmeister, Programmierer, Referent etc.) am Mitteltreffen teil. Neben einer Präsentation, um ihren Baufortschritt zu dokumentieren, wurden sie auch erstmal anhand des Entwicklungsstands der Roboter beurteilt. Hierbei reihte sich die Gruppe FOS schon mal unter den 4. Bestplatzierten ein. Bei einer Teilnehmerzahl von ungefähr 15 Gruppen für die ehrgeizigen Schüler der FOS-Gruppe ein beachtliches Ergebnis. Auch die BOS überzeugte mit ihrer humorvollen Art und wegen des ausgefallenen Panzerdesigns des Roboters. Im Anschluss folgte ein Workshop im 3D-Druck, mit der Absicht, dass die Gruppen ihre benötigten, mit CAD-Programm selbst konstruierten Bauteile von Mitarbeitern der TU drucken und an die Schule schicken konnten. Man war bereits gespannt, wie das Finale bei diesem engen Leistungsfeld der Gruppen ablaufen würde.

Nun folgte die Fertigbauphase, bei der die Schüler ihr volles Können entfalteten. So konstruierte die FOS-Gruppe ein komplexes Staubsaugersystem, um die Anpresskraft auf den Boden zu erhöhen, sodass bei gleicher Masse im Vergleich zu einem Kontrahenten ihr Roboter mehr Grip auf dem Boden haben sollte. Die BOS-Gruppe hatte dagegen mit Personalausfall zu kämpfen. Ein Schüler der BOS Technik baute und programmierte den Roboter unter sehr viel Zeitaufwand – aber mit Erfolg – alleine fertig.

Am 04.04.2019 fuhren die Gruppen ein letztes Mal nach München und traten gegen die anderen Gruppen im Roboter-Ringkampf an. Leider hatte der BOS-Roboter zuerst mit technischen Schwierigkeiten zu ringen, die zwar im Anschluss gelöst wurden, aber nach den ersten Runden das Aus bedeuteten. Der FOS-Roboter setzte sich dagegen solide in den ersten Runden gegen die anderen Gruppen durch. Sein innovatives Staubsaugerkonzept zeigte seine Überlegenheit. Durch die Wucht der aufprallenden Kampfmaschinen wurde aber leider der Frontaufbau des Roboters beschädigt. Auch ein erneutes Kleben half nur bedingt, sodass sich im vorletzten Kampf der beschädigte Roboter sich einer anderen Schulgruppe geschlagen geben musste.

Auch wenn die Teams dieses Jahr keine Platzierung auf dem Treppchen erreichten, wurde aber nach der Auswertung des Finales den FOS-Schülern der „Kreativpreis“ für innovative Lösungen verliehen. Ihr Roboter war der einzige, der vom baulichen Design-Standard der Kontrahenten abwich und durch einen physikalisch, technischen Trick sich als vorteilig gegenüber den anderen Roboter-Konzepten erwies.

Durch diese Auszeichnung beflügelt, freuen sich die Teilnehmer schon wieder auf den nächsten Wettbewerb „Schüler-bauen-Roboter“ im neuen Schuljahr.






Anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung der NATO beschlossen die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Wahlpflichtkurses „Internationale Politik - bili2“ der FOSBOS Ingolstadt an einem Schülerwettbewerb des Amerikahauses München (https://www.amerikahaus.de/) teilzunehmen. Ihre Aufgabe war es, ein Projekt zu planen und umzusetzen, welches die Bedeutung der Organisation in der transatlantischen Geschichte und Gegenwart abbildet. Nachdem Herr Dr. Faltermeier, der Koordinator für bayernweite Projekte und Jugend am Amerikahaus, unsere Schule am 11. Dezember 2018 besuchte, um die Kursteilnehmerinnen  und –teilnehmer in einem Einführungsseminar für die Teilnahme am Wettbewerb inhaltlich weiter vorzubereiten, begannen die konkreten Projektplanungen. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema wurde schließlich im Frühjahr ein zehnminütiges Videoprojekt eingereicht, welches im Stile der Fernsehsendung „Wissen macht Ah!“ aufgebaut war. Dabei wurden zum Beispiel Interviews mit Passanten geführt und ausgewertet sowie mit Hilfe von Legetechnik oder Animationen Filme erstellt, die sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Organisation auseinandersetzten und in die Rahmenhandlung eingebettet wurden. Am 4.April, dem „Geburtstag“ der NATO, durfte die Gruppe schließlich mit einem vom Amerikahaus zur Verfügung gestellten Bus nach München fahren, wo schließlich die einzelnen Projekte in einem feierlichen Rahmen vorgestellt und von einer Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter der US-Army, der Gesandten Botschaftsrätin der USA Christina Higgins, der US-Generalkonsulin für München Meghan Gregonis sowie Frau Dr. Meike Zwingenberger, der Geschäftsführerin der Stiftung Bayerisches Amerikahaus gGmbH, bewertet wurden. Zur großen Freude der anwesenden Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer belegte der Wahlpflichtkurs der FOSBOS Ingolstadt gemeinsam mit einem Augsburger Gymnasium den geteilten ersten Platz und erhielt somit den Hauptgewinn: eine mehrtägige Reise nach Brüssel!

                                                                                          © US Mission to the EU

Wenige Tage nach den schriftlichen Abschlussprüfungen ging es am Montag, dem 3. Juni 2019, nachmittags per Flugzeug los nach Brüssel. Nachdem der erste Abend zur freien Verfügung war und den Schülern die Chance bot, das Zentrum der belgischen Hauptstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Köstlichkeiten in kleinen Gruppen auf eigene Faust zu erkunden, erwartete sie an den folgenden Tagen ein hochkarätiges Programm vollgepackt mit attraktiven Programmpunkten. So waren sie am Dienstag im NATO-Hauptquartier eingeladen und durften bei mehreren Briefings mit verschiedenen renommierten Diplomaten über aktuelle Themen der internationalen Politik diskutieren: ein echtes Highlight! Am Mittwoch schließlich sollten weitere Höhepunkte folgen: So durften die Kursteilnehmer nach einer unterhaltsamen Stadtführung als erste Schülergruppe überhaupt in die US-amerikanische Gesandtschaft bei der Europäischen Union und dort mit einem hochrangigen Botschafter über aktuelle politische Themen, wie etwa über das deutsch-amerikanische Verhältnis, sprechen. Daraufhin ging es gleich weiter zur Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union. Dort erhielten sie nicht nur Einblicke in die Arbeit eines in Brüssel tätigen Vertreters des Freistaates, sondern durften als optisches Highlight auch den Gebäudekomplex bewundern, um welchen die bayerische Vertretung wohl von anderen Gesandtschaften beneidet wird. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen Schüler, Lehrer und die Reisebegleiter vom Amerikahaus den letzten ganzen Tag ausklingen, bevor es am Donnerstagmorgen wieder mit dem Flieger in die Heimat ging. Insgesamt war es eine spannende und toll organisierte Reise, für die wir uns bei den Organisatoren des Wettbewerbs, dem Amerikahaus München sowie dem US-Generalkonsulat München, noch einmal herzlich bedanken möchten! Durch die vielen Gespräche konnten unsere Schülerinnen und Schüler ihren politischen Horizont erweitern und es bleiben viele sehr interessante Eindrücke, von denen sie noch lange zehren werden.


Bilderquellen (von links nach rechts):
1. © Eva Stürmer, Amerikahaus München
2. © US Mission to the EU
3. © US Mission to the EU
4. © US Mission to the EU

Unter diesem Motto standen auch die beiden diesjährigen Schnuppertage, an denen 150 Schülerinnen und Schüler von vier Ingolstädter Realschulen (Freiherr-von-Ickstatt Realschule, Ludwig-Fronhofer Realschule, Gnadenthal Mädchenrealschule der Diözese Eichstätt und Tilly-Realschule) sowie von der Realschule Kösching teilnahmen. Dabei konnten die Neuntklässler zum einen das Schulhaus sowie die ersten Lehrerinnen und Lehrer der FOSBOS kennenlernen. Darüber hinaus konnten sie in einer der Werkstätten der fachpraktischen Ausbildung selbst handwerklich tätig werden und wir hoffen, dass ihnen der Unterricht in den Profilfächern ihrer Wahl eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl der für sie am besten geeigneten Ausbildungsrichtung sein wird. Abgerundet wurde der Tag durch eine offene Gesprächsrunde mit Mitgliedern unserer SMV. Zu jeder besuchten Station konnten die Schülerinnen und Schüler eine Quizfrage beantworten, denn wer am Ende alle Antworten richtig hatte, konnte an der Quizauslosung teilnehmen und eines der kleinen Präsente der schuleigenen Marke FOSBOS Ingolstadt erhalten.

Somit verbleiben wir mit einem Dankeschön an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler:

„Schön, dass ihr alle da wart und wir hoffen, möglichst viele von euch bei uns wieder zu sehen!“

 AK Realschulkooperation

Immanuel Kant hatte viele Fähigkeiten – sich einfach auszudrücken war keine davon. Im Grunde soll der Aphorismus eine Klarstellung zum Wesen unserer Spezies sein: Wir stressen uns. Oft. Gern. Und unnötig.

Die AOK-Mitarbeiterin Frau Dipl. Oec. Troph. Hermine Flamensbeck, die uns bereits letztes Jahr das Brain-Food Konzept der AOK vorgestellt hat, kam am 22.07.2019 im Rahmen des Gesundheitstages erneut zu uns an die FOSBOS Ingolstadt – diesmal nicht um Ernährungstipps zu geben, sondern um das von Kant angesprochene Problem zu lösen: den Stress. Zu diesem Zweck brachte sie die Diätassistentin und Fitnesstrainerin Hannah Stegherr mit, um die Schülerinnen und Schüler der BOS-Vorklassen mit allerlei Rüstzeug gegen diesen allgegenwärtigen Alltagsverschlechterer zu wappnen.

Ich weiß was Sie jetzt denken, verehrte Leserin, verehrter Lehrer: Jetzt kommts! Feng-Shui-Mediations-Aloe-Vera-Esoterik im Lotossitz mit Phantasiereise nach Australien. Ohne Rückfahrt. Ahoi!

Doch weit gefehlt! Mit praktischen, einfachen Bewegungsabläufen und -spielen leitet Frau Stegherr den Vortrag ohne viel Vorgeplänkel ein, denn: Wer sich bewegt, baut Stress ab und Leistungsfähigkeit auf. Laut einer erschreckenden Statistik verbringen 19-Jährige (genau wie 60-Jährige!) ca. 10 Stunden am Tag damit, lediglich ihre Sitzmuskulatur zu trainieren. Der Mensch ist jedoch physiologisch nicht zum Sitzen gedacht. Bewegungsmangel und damit einhergehend mangelnde Blutzirkulation führen zu Konzentrationsschwierigkeiten. Ein wenig Mobility-Training (die älteren Leserinnen und Leser kennen noch den Ausdruck Gymnastik) führt dazu, dass die Sauerstoffversorgung des Körpers ansteigt, Wachstumshormone ausgeschüttet werden und – Sport sei Dank – Aggressivität abgebaut wird. Im Alltag mehr Bewegung führt also schon präventiv dazu, dass weniger psychische Anspannung entsteht. Einfach mal Treppe statt Aufzug, zu Fuß einkaufen gehen, Frischluft tanken und die Rolltreppe im Kaufhaus alleine rollen lassen. Bewegung hilft. Das war die erste Lektion.

Frau Flamensbeck erklärt anschließend im Rahmen eines eher theoretischen Vortrags mit einfachen und direkten Worten, wie es zu Stress kommt, wieso wir uns stressen und welche Auswirkungen dies auf unser Leben hat bzw. haben kann. Dabei wird immer wieder erwähnt: Stress ist nicht per se böse. Er fördert z. B. die Durchblutung und führt kurzfristig zu höherer Immunkompetenz und Schmerztoleranz. Wer kennt es nicht? Während der Arbeitszeit wird niemand körperlich krank. Man hetzt von Termin A zu Arbeitsauftrag B, der Kopf rotiert, aber die Krankheit bricht wann aus? Klar: In den Ferien bzw. im Urlaub. Toll.

Kein Wunder. Langfristig, so erklärt Frau Flamensbeck, habe Stress den gegenteiligen Effekt. Was also kurzfristig durchaus sinnvoll und wichtig sein kann, wenn es darum geht, eine wichtige Prüfung durchzustehen, darf kein Dauerzustand im Alltag werden, denn das Pendel kommt früher oder später zu einem zurück. Zudem stellt die AOK-Mitarbeiterin weitere stressbedingte Probleme vor: Man wird aggressiv, traurig, depressiv und/oder sucht Kompensation mit fragwürdigen Mitteln (z. B. Zigaretten, Alkohol, Medikamente).

Das darf und soll nicht sein. Mit Hilfe eines von der AOK entwickelten Balance-Tests hinterfragen die Schülerinnen und Schüler der BOS-Vorklassen abschließend ihre Alltagsbelastung und erhalten eine Vielzahl an Denkanstöße, um individuelle Problemherde zu entschärfen. Generell gilt: Ein Patentrezept gegen den Stress gibt es nicht. Life-Hacks allerdings gibt es schon. Hier ein kurzer Auszug:

  • Gestaltung des eigenen Lebensraums (Sauberkeit, Ordnung, Wohlfühlatmosphäre)
  • gesunder Schlaf (kein Fernseher/Bildschirm, Dunkelheit, ca. 18° Celsius)
  • rausgehen und auf Naturphänomene konzentrieren (Wind, Wasser, Bäume, …)
  • Pressurpunkte nutzen (Verspannungen lösen)

Zum Abschluss darf natürlich eine angewandte Entspannungstechnik nicht fehlen. Frau Stegherr leitet eine kurze progressive Muskelrelaxation ein, um den Schülerinnen und Schülern eine von vielen möglichen Anwendungen zu zeigen. Ob man diese Technik nun in seinen Alltag integrieren möchte oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Zentral ist im Grunde eine Erkenntnis, die von der Expertin betont wird: Niemand stellt für gewöhnlich von heute auf morgen sein ganzes Leben um. „Ab morgen ernähre ich mich nur noch gesund.“ „Ab morgen mache ich jeden Tag eine Stunde Sport.“ usw. Wie so viele Dinge wollen auch Entspannung und Achtsamkeit gelernt sein und regelmäßig geübt werden.

Der AK-Lehrer-Schüler-Gesundheit bedankt sich bei den beiden Referentinnen für die nette Beratung, den interessanten Vortrag und die Info-Materialien, durch die ein allgemeines Bewusstsein für den Umgang mit Stress im alltäglichen Leben gefördert wird.

In diesem Sinne: Schöne und entspannte Ferien!

AK Lehrer-/Schülergesundheit

 

Am 22.07.2019 schnupperten ca. 80 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Maria-Ward-Realschule und der Knabenrealschule Rebdorf sowie der Mittelschule Eichstätt-Schottenau und der Montessori-Schule in den Alltag der FOS Außenstelle in Eichstätt.

Zunächst wurden die Gäste in der Aula begrüßt. Hier erklärte anschließend die Leiterin der Außenstelle Annette Heyder die Besonderheiten der Fachoberschule. Im Anschluss stellten die jeweiligen Fachlehrer gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler der FS11f-E und der FW11f-E die Ausbildungsrichtungen der Außenstelle, Sozialwesen sowie Wirtschaft und Verwaltung, vor. Ebenso erzählten die „FOSler“ von ihren Erfahrungen aus ihren mehrwöchigen Praktika.

Um einen aktiven Einblick in den Unterrichtsalltag zu bekommen, konnten die Gäste an verschiedenen Unterrichtsstunden teilnehmen. Das Angebot beinhaltete auch eine Mathematikstunde zum Thema Stochastik, bei der den Schülern auf spielerische Weise Wahrscheinlichkeitsrechnungen nähergebracht wurden. Zudem kamen sie in den Genuss der technischen Ausstattung der Schule, da sie via Tablet-PCs Vokabelaufgaben im Fach Englisch lösen durften.

Bei der Blindverkostung konnten sie sich einfühlen, wie es alten Menschen geht, die auf Hilfe angewiesen sind, und ebenso wie es ist, jemanden beim Essen zu unterstützen. Außerdem war dies auch ein Beispiel für Aufgaben, denen man im Rahmen des Praktikums im Sozialzweig begegnen kann.

Die 11. Klassen der FOS Außenstelle unterstützten an diesem Tag nicht nur tatkräftig die Lehrkräfte, sondern sie standen auch den Gästen für all ihre Fragen zur Verfügung.

Durch die vielen Eindrücke und Informationen, die die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen an diesem Tag erhalten haben, sollte ihnen eine Entscheidung für ihren zukünftigen Weg leichter fallen.

Bericht und Bilder: Brandl

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