Auf den Spuren von „Laudato Si" - zu Gast beim Bistum Eichstätt
Die Schülerinnen des Seminars „Laudato Si’“ besuchten gemeinsam mit ihrem Lehrer, Herrn Wallner, das Ordinariat Eichstätt, um Einblicke in die Strukturen und die Nachhaltigkeitsarbeit des Bistums zu gewinnen.
Zu Beginn führte die Nachhaltigkeitsreferentin Frau Amon die Gruppe durch die Innenstadt von Eichstätt und machte einen kurzen Abstecher zum sanierten Dom. Anschließend erhielten die Schülerinnen einen Überblick über die zentralen Abteilungen des Ordinariats – vom Rechenzentrum über das Bischofshaus bis hin zur Schulabteilung –, die alle in unmittelbarer Nähe zueinander liegen.
In der Umweltabteilung lernte die Gruppe das Umweltteam kennen und erfuhr, dass die Arbeit nach EMAS-Standards zertifiziert ist und regelmäßige Nachhaltigkeitsaudits umfasst. Der emeritierte Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hatte hierfür die Grundlagen gelegt und das Thema Nachhaltigkeit von Anfang an gefördert. Frau Amon überreichte den Schülerinnen ein Exemplar der Enzyklika Laudato si’ und erläuterte deren zentrale Botschaft: Die Bewahrung der Schöpfung richte sich an alle Menschen, nicht nur an Katholiken. Im Anschluss konnten die Schülerinnen gezielte Fragen stellen und erhielten wertvolle Impulse sowie Hintergrundinformationen für ihre Seminararbeiten.
Ein besonderes Highlight war das persönliche Gespräch mit dem ständigen Vertreter des Diözesanadministrators Michael Alberter und Amtschef Thomas Schäfers sowie Frau Amon. Im kleinen Kreis diskutierten die Schülerinnen ökonomische und ökologische Fragestellungen. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltige Maßnahmen in den Pfarreien oft herausfordernd sind, da diese häufig autonom sowie ehrenamtlich organisiert sind und zudem der Denkmalschutz eine der größten Hürden darstellt. Dennoch zeigen Beispiele wie der Umstieg auf Ökostrom, dass Veränderungen möglich sind, wenn gemeinsam gehandelt wird.
Die Exkursion hat gezeigt: Nachhaltigkeit ist kein abstraktes Konzept, sondern gelebte Verantwortung. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Ordinariat für die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke.
Text und Bilder: StR Philipp Wallner
Rückblick auf den digitalen Adventskalender: Ein Fenster zur Schulgemeinschaft
Im Schuljahr 2025/2026 etablierte sich der digitale Adventskalender erneut als wertvoller Ruhepol inmitten der oft turbulenten Vorweihnachtszeit. Pünktlich öffnete sich täglich ein virtuelles Türchen, das die gesamte Schulfamilie über die Plattform schul.cloud mit Impulsen zum Innehalten, Staunen und Reflektieren versorgte.
Charakteristisch für dieses Projekt war der interreligiöse und fachübergreifende Ansatz, der individuelle Einblicke in die Vielfalt unserer Fachschaften bot. Das Spektrum reichte von humorvollen Memes und Rätseln über nachhaltige Dekorationsvorschläge bis hin zu naturwissenschaftlichen Fun-Facts. Auch kreative Bastelanleitungen, Achtsamkeitsübungen sowie Reflexionsimpluse fanden ihren Platz. Zu den besonderen Höhepunkten zählten in diesem Jahr die beliebten Musikschnipsel-Rätsel sowie das bereits als „legendär“ geltende Flötenvideo der Schülerzeitung – jeder einzelne Beitrag stellte ein liebevoll gestaltetes Türchen dar, das den Schulalltag bereicherte.
Ein Projekt dieser Größenordnung lebt vom Mitmachen: Ein aufrichtiger Dank gilt daher allen Akteuren, die den Kalender mit Leben gefüllt haben. Dies umfasst die engagierten Schülerinnen und Schüler der SMV ebenso wie die Lehrkräfte der verschiedenen Fachbereiche, die Schulleitung und die Verwaltung. Ein besonderes Dankeschön gebührt zudem den zahlreichen Abonnentinnen und Abonnenten des Kanals. Trotz der notwendigen freiwilligen Einschreibung in den spezifischen Channel fand das Angebot breite Resonanz. Mit der Nutzung dieses digitalen Formats ging zudem ein wertvoller pädagogischer Nebeneffekt einher: Die aktive Auseinandersetzung mit der Plattform förderte ganz nebenbei die Medienkompetenz innerhalb der Schulfamilie.
Längst hat sich der digitale Adventskalender von einer schönen Tradition zu einem lebendigen Ausdruck unserer Schulgemeinschaft entwickelt. Wir hoffen sehr, dass die täglichen Impulse allen Teilnehmenden Freude bereitet haben, und blicken bereits mit großer Erwartung auf die nächste Ausgabe im kommenden Jahr.
Text und Bilder: StR Philipp Wallner
Adventszauber 2025: Musikalische Kurzkonzerte und Interreligiöser Impulse:
In den ersten drei Dezemberwochen unterbrachen Kurzkonzerte die übliche Vorweihnachtshektik und schufen musikalische Inseln der Ruhe. Trotz Termindrucks und zahlreicher Leistungsnachweise ermöglichten diese Momente ein besinnliches Miteinander und boten sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Lehrkräften eine willkommene Atempause.
Die Konzertreihe umfasste drei Termine, die jeweils vor der zweiten Pause stattfanden. Die Auswahl der Musikstücke deckte ein breites Spektrum ab, das von traditionellem Liedgut wie „Es wird scho glei dumpa“ bis zu klassischen Werken wie „Tochter Zion“ reichte.
Ergänzend zur Musik trugen Schülerinnen und Schüler verschiedener Glaubensrichtungen kurze Reflexionen über Hoffnung und Frieden vor. Diese Impulse verdeutlichten die Weihnachtszeit als verbindendes Element und förderten den gegenseitigen Respekt innerhalb der Schulgemeinschaft.
Die Umsetzung des Projekts basierte auf der Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Dank gilt den beteiligten Musikern und Sprechern, dem Technik-Team sowie Herrn Peters für die musikalische Leitung. Die positive Resonanz aus der Schülerschaft und dem Lehrerkollegium unterstreicht die Bedeutung kultureller Angebote für das Schulklima und das gemeinschaftliche Miteinander.
Text und Bilder: StR Philipp Wallner
Eine Reise in die britische Metropole:
Text und Bilder: StRin Teresa Frey und StRin Anne Finger
Auslandspraktikum in Milton Keynes (Großbritannien):
Unsere Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, an einem spannenden Auslandspraktikum in Milton Keynes, Großbritannien, teilzunehmen. Das Praktikum dauert jedes Jahr zwei Wochen und findet in lokalen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen statt. Während dieser Zeit verbessern die Teilnehmer ihre Englischkenntnisse und knüpfen wertvolle Kontakte. Darüber hinaus stärken sie ihre interkulturelle Kompetenz, die in einer zunehmend globalisierten Welt von großer Bedeutung ist.
Milton Keynes ist eine moderne Stadt, die für ihre außergewöhnliche Stadtplanung und innovative Architektur bekannt ist. Gegründet in den 1960er Jahren, ist sie eine der jüngsten Städte Großbritanniens. Die Stadt ist von großzügigen Grünflächen, Parks und Seen umgeben, die nach jedem Praktikumstag besucht werden können. Bei einem Spaziergang durch die Stadt können die Schülerinnen und Schüler den berühmten Campbell Park und den direkt angrenzenden Willen Lake erleben.
Zudem konnte die Gruppe ein besonders vielseitiges Wochenende in London verbringen. Die Schülerinnen und Schüler besuchten berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Big Ben, den Buckingham-Palast und die Tower Bridge. Ein weiteres Highlight war der Besuch einer Debatte im britischen Parlament, bei dem die Teilnehmenden einen Einblick in politische Diskussionen und Entscheidungsprozesse erhielten.
Das Praktikum wird von unseren Lehrkräften Frau Finger und Herrn Hiemer betreut, welche die Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthalts begleiten und unterstützen. Dieses Auslandspraktikum stellt nicht nur eine hervorragende Chance zur Persönlichkeitsentwicklung dar, sondern bietet auch unvergessliche Erlebnisse und wertvolle Lernmöglichkeiten. Wir freuen uns auf die spannende Zeit in den kommenden Jahren!
Text und Bilder: StR Mario Hiemer
Auslandspraktikum in Schottland:
Wir hatten die Möglichkeit am Auslandspraktikum in der Ingolstädter Partnerstadt Kirkcaldy teilzunehmen, das dankenswerterweise von Robert Main und unseren Lehrkräften Frau Frey und Frau Reitzer organisiert wurde. Gleich am Montag wurden wir sechs Schüler aus dem Wirtschafts- und dem Sozialzweig auf unsere Praktikumsstellen in der Town Hall, in einem Übersetzungsbüro, im MSP-Office von David Torrance, im YMCA Community Hub und am Fife College aufgeteilt. Im Praktikum waren alle Leute äußert freundlich und hilfsbereit und jedem wurde zu Beginn Kirkcaldy gezeigt, auch wenn die Gespräche mit den Einheimischen anfangs von vielen „Excuse me! What did you just say?“ geprägt waren. Das liegt daran, dass der schottische Akzent keineswegs leicht zu verstehen ist. Das Verständnis hat sich aber innerhalb der zwei Wochen verbessert.
Wenn man mutig genug war, durfte man sogar Spezialitäten der schottischen Küche, wie beispielsweise Haggis und Black Pudding, probieren, die äußerst gewöhnungsbedürftig schmecken. Diese Verkostung war freiwillig, verpflichtend war hingegen die Verkostung des schottischen Nationalgetränks Irn-Bru, auf das die Einheimischen sehr stolz sind. Das löste bei einigen wahre Begeisterungsstürme aus, bei anderen wurde das Getränk bei erneutem Anbieten höflich abgelehnt.
Natürlich bestand der Aufenthalt in Schottland aber nicht nur aus dem Praktikum, sondern auch aus verschiedensten Aktivitäten, wie zum Beispiel Lawn Bowling, eine in Deutschland wenig verbreitete Sportart. Trotzdem gab es unter uns wahre Naturtalente. Andere dagegen haben bis zum Ende nicht verstanden, wie sie die Kugeln halten müssen. Außerdem besuchten wir auch das Fife College in Kirkcaldy. Dort mussten wir feststellen, dass es große Unterschiede zum deutschen Schulsystem gibt.
Die absoluten Highlights unseres Aufenthalts waren jedoch die Ausflüge am Wochenende. Am Samstag fuhren wir nach St. Andrews, gefolgt von einer Fahrt mit dem Schnellboot zur Isle of May. Die Insel ist berühmt für ihre Papageientaucher. Zu unserem Glück bekamen wir einige dieser Vögel zu sehen, die in echt viel kleiner sind, als wir erwartet hatten. Der Ausflug wurde schließlich durch eine übergroße Portion Fish and Chips abgerundet. Am Sonntag ging es dann gleich in der Früh nach Edinburgh. Obwohl Edinburgh nicht die größte Stadt Schottlands ist, kann man dennoch sagen, dass Edinburgh nicht nur eine sehenswerte, sondern auch außergewöhnliche Stadt ist. Nach einer interessanten Stadtführung, in der wir einiges über J.K. Rowling und John Knox (Begründer der schottischen Kirche), der nun in der Mitte eines Parkplatzes begraben liegt, erfuhren, durften wir die Statdt anschließend einige Stunden auf eigene Faust erkunden. Dabei wurden sämtliche Harry-Potter-Museen und Geschäfte abgeklappert. Andere besuchten die Souvenirshops der Altstadt oder besichtigten das Nationalmuseum. Wer einen tollen Blick auf die Stadt erhaschen wollte, konnte außerdem zum Calton Hill wandern.
Bevor wir wieder nach Deutschland zurückflogen, durften wir noch einmal den schottischen Rasen genießen. Wir spielten Park Golf, eine Mischung aus Minigolf und normalem Golf. Dabei hatte jeder eine Menge Spaß. Abschluss der Reise war ein gemeinsames Abendessen mit den Organisatoren dieses Aufenthalts, denen wir nochmals herzlich für die tolle Zeit danken!
Text und Bilder: Benno Dirsch, Korbinian Beringer, Luca-Leonard Bernstein
Auslandspraktikum in Genua (Italien):
Sechs Schülerinnen und Schüler sowie Herr Lohmayer starteten die gemeinsame Reise nach Italien. Früh am Morgen trafen wir uns am Hauptbahnhof und erreichten nach einer langen Fahrt mit Bus und Bahn gegen 17:30 Uhr Genua – das Abenteuer konnte beginnen!
Unser Hotel lag zentral in der Altstadt, sodass wir nach dem Einchecken noch einen ersten Spaziergang durch die Gassen Genuas unternehmen konnten. Natürlich durfte ein Stopp bei einer typischen Piadineria nicht fehlen.
Am nächsten Morgen wurden wir unseren Anleiterinnen an den Praktikumsstellen vorgestellt. Jeweils zwei von uns arbeiteten im Kindergarten, in der Grundschule und in der Nachmittagsbetreuung der Deutschen Schule Genua. Schnell wurden wir in den Alltag integriert und konnten trotz kleiner Sprachbarrieren eine gute Verbindung zu den Kindern aufbauen. Besonders beeindruckend war, wie viel Kommunikation auch ohne perfekte Sprachkenntnisse möglich ist – mit Hand und Fuß und viel Herz.
Unsere Aufgaben waren vielseitig: Wir halfen den Kindern bei den Hausaufgaben in Mathe und Deutsch, unterstützten sie bei Bastelarbeiten, verteilten das Mittagessen und sorgten für Aufsicht in den Pausen auf der Terrasse. Besonders schön war es, sich in der Freizeit mit den Kindern zu beschäftigen, ob beim Uno-Spielen oder beim Zuhören, als ein Vater zur Freude aller auf seiner Violine vorspielte. Natürlich gehörte auch das Schlichten kleinerer Streitereien zum Alltag – eine gute Gelegenheit, unsere Geduld und unsere Kommunikationsfähigkeiten zu üben.
Neben dem Praktikum erkundeten wir in unserer Freizeit die Stadt und ihre Umgebung. In der ersten Woche besichtigten wir den alten Hafen, entdeckten kleine Gassen und probierten zahlreiche Pizzerien aus.
Am Samstag machten wir uns gemeinsam mit Herrn Lohmayer auf den Weg nach Boccadasse, einem malerischen Fischerdorf am Stadtrand von Genua. Bei Sonnenschein genossen wir den Ausblick auf das Meer und stärkten uns mit traditionellen Trofie al Pesto. Anschließend ging es weiter nach Nervi, wo wir an der wunderschönen Küstenpromenade spazierten, Schmuck kauften und Eis aßen. Zurück im Hotel verabschiedeten wir uns am Abend von Herrn Lohmayer und begrüßten Frau Mohr.
Am Sonntag fuhren wir mit Frau Mohr nach Santa Margherita Ligure und weiter mit dem Bus ins berühmte Portofino. Nach einem Aufstieg zum Castello Brown wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Meer und den malerischen Ort belohnt. Den Abend ließen wir gemütlich in Camogli ausklingen, wo wir Pizza am Strand bei Sonnenuntergang genossen.
Auch in der zweiten Woche standen viele Highlights auf dem Programm: Wir besichtigten den prunkvollen Palazzo Reale, das zweitgrößte Aquarium Europas sowie das Museum der optischen Illusionen. Ein besonderes Erlebnis war unser Ausflug nach Righi, ein höher gelegenes Viertel von Genua. Da die Zahnradbahn außer Betrieb war, bewältigten wir die zahlreichen Treppenstufen zu Fuß – 40 Minuten bergauf! Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg begegneten wir sogar einem Wildschwein.
Am Freitagabend hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken, schönen Erinnerungen und großer Dankbarkeit für diese einzigartige Erfahrung traten wir um 23 Uhr unsere Heimreise an.
Text: Miriam Wasserman und Simon Schuster (FS11d)
Bilder: StRin Karin Mohr
