„Es ist wichtig für solche Themen sensibel zu sein.“ – Besuch im Elisabeth Hospiz Ingolstadt

Am Mittwoch, den 7. März 2018 öffnete das Elisabeth Hospiz in Ingolstadt der Klasse FS 11c seine Türen und ermöglichte uns damit einen Einblick in die beeindruckende Arbeit der Einrichtung. Das Hospiz ist ein Ort, welcher für Menschen geschaffen wurde, deren Krankheiten bereits austherapiert sind und für die damit keine Heilung mehr möglich ist. Jeder, der seinen der 13 Plätze im Hospiz gefunden hat, ist sich dessen bewusst und möchte seine restliche Zeit so schön und entspannt wie möglich nutzen. Dazu bietet das Hospiz beste Voraussetzungen. Neben einem Bad mit Lichteffekten, speziell hergestellten Badesalzen in so ziemlich allen gewünschten Variationen und einer Musikfunktion, mit welcher man von Flötenklängen bis hin zu Heavy Metal alles hören kann, was einen entspannt, gibt es ein großzügiges gemeinschaftliches Wohnzimmer, in dem sogar schon Hochzeiten stattfanden, eine Küche, in der schon Sekt-, Wein- und Whiskeyeis für Menschen, die nicht mehr trinken können, hergestellt wurde und noch vieles mehr. Jeder Gast bewohnt während seines Aufenthaltes im Hospiz ein geschmackvoll eingerichtetes Zimmer, hat vollen Zugang zu der weitreichenden Veranda und kann im hauszugehörigen Park ein paar Runden drehen, sich sonnen, grillen oder auch einfach nur die Steine in dessen Mitte betrachten, welche von Angehörigen bereits verstorbener Bewohner mit Sprüchen und Zeichnungen versehen wurden. Ist ein Bewohner verstorben, haben die Familie, Freunde und Bekannten mithilfe von selbst beschriebenen Steinen die Möglichkeit, noch eine Nachricht oder einen Gedanken zu hinterlassen. Im Raum der Stille können die Angehörigen zur Ruhe kommen. Daneben ist das Personal immer für Gespräche offen und so besuchen Angehörige schon jahrelang verstorbener Bewohner regelmäßig das Hospiz bei feierlichen oder anderen Anlässen. Zusammenfassend ist das Hospiz ein Ort, an dem Menschen in einer derart positiven, familiären Atomsphäre mit Würde gehen können, welche durch die kompetente Betreuung von Fachkräften und der vollen Bestimmungsfreiheit der Bewohner beeindruckend ist. Hier zu arbeiten ist ganz sicher eine erfüllende, sinnvolle Tätigkeit, zu der man jedoch bereit sein muss, da man mit der Vergänglichkeit des Lebens zurechtkommen und in manchen Augenblicken die eigene Komfortzone verlassen muss. Die Klasse FS 11c möchte bei dieser Gelegenheit einen herzlichen Dank an Frau Buchberger und Schwester Jasmin richten, welche die erkenntnisreiche Führung leiteten und natürlich auch dem Hospiz, für diese Möglichkeit des Besuchs. Vielen Dank für den ungetrübten, geradezu inspirierenden Einblick in das Elisabeth Hospiz Ingolstadt und dessen Arbeit und für folgendes Zitat von Frau Buchberger, das uns allen noch im Gedächtnis blieb: „Es ist wichtig für solche Themen sensibel zu sein.“ 
 
Von S. Marcel Peters im Namen der Klasse FS 11c


 
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