Abschlussfahrt nach Barcelona

Am Donnerstag, den 14. September, ging es für mich und weitere 27 Schüler der 13. Klasse zusammen mit den beiden Lehrkräften Frau Heyder und Frau Landgraf auf nach Barcelona. Nachdem wir mit fast 2 Stunden Verspätung endlich im Hostel angekommen waren, ging es auch gleich weiter zum gemeinsamen Essen. Es war aber gar nicht so leicht für 30 Leute nachts um 10 noch ein Restaurant zu finden, denn in Barcelona gibt es sehr viele, sehr kleine Lokale und Bars. Auf den ersten Blick (vor allem in der Nacht) wirkt diese Stadt wie jede andere Großstadt in Deutschland: enge Häuserschluchten, ständiges, lebhaftes Treiben und hellbeleuchtete Straßen. Auf den zweiten Blick kann man jedoch den spanischen Flair klar erkennen: Die Häuser sind erdfarben und überall sieht man Balkone und Palmen gesäumte Straßen.
Das Wetter war am Freitag leider nicht sehr gnädig mit uns. Bei Regen sind wir während einer Stadtführung der Geschichte der katalanischen Hochburg auf den Grund gegangen. Gerade in den engen und unscheinbaren Gassen kann man viel Geschichtsträchtiges finden.
Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Das nutzten wir, um entweder in der Stadt zu bummeln, den Strand, das Stadion des FC Barcelona oder eines der zahlreichen Museen zu besuchen. Abgerundet wurde dieser Tag am Abend mit dem Besuch der magischen Wasserspiele der Font Màgica an der Placa España.
Am Samstag ging es - dieses Mal bei strahlendem Sonnenschein - mit dem Zug auf das circa 40 Kilometer entfernte Kloster Montserrat. Auf 700 Höhenmetern erkundeten wir bei einer Wanderung die einzigartigen Felsformationen aus nächster Nähe und konnten uns an einem atemberaubenden Ausblick bis nach Barcelona erfreuen.
Zurück in der Stadt nutzten wir die Gelegenheit das spanische Nachtleben zu erkunden und den nahegelegenen Bars einen Besuch abzustatten.
Am Sonntag besuchten wir die Sagrada Familia im Herzen von Barcelona, an der nun schon seit über 100 Jahren gebaut wird. Die Kirche ist größtenteils schon fertig gestellt und die Innen- und Außenarchitektur ist überwältigend. Noch überwältigender war der Ausblick auf dem Castell de Montjuïc, der auf 170 Metern noch hinter dem Font Màgica und dem Kunstmuseum liegt. Da die Stadt direkt am Meer gelegen ist und sich somit kaum über den Meeresspiegel befindet, konnte man von den Burgmauern aus alles überblicken: die Ausläufer der Stadt, das Kloster Montserrat, den Hafen, den Strand und das schier unendliche Meer. Nachdem die Sonne untergegangen war, hieß es auch schon wieder zurück ins Hostel, wo wir unsere Sachen packen mussten.
Am nächsten Morgen, am Montag, besuchten wir den Park Güell, einen Park, in dem weitere Kunstwerke von Antonio Gaudí (er war auch maßgeblich am Bau der Sagrada Familia beteiligt) zu besichtigen sind. Tatsächlich erinnern seine Formen und Mosaikstrukturen etwas an Friedensreich Hundertwasser.
Schließlich hieß es Abschied nehmen. Um 18:00 Uhr ging der Rückflug nach München und gab uns die letzte Chance nochmal einen Blick auf Barcelona zu erhaschen. Um 21:00 Uhr kamen wir sogar überpünktlich am Nordbahnhof an und konnten von dort aus nach Hause reisen. Das war auch nötig, denn am Dienstag ging auch gleich die Schule wieder weiter.

Barcelona ist eine wunderschöne Stadt mit wunderbarem mediterranem Flair.
Die vier Tage haben kaum gereicht, um alle Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Wahrscheinlich könnte ich noch zwei weitere Wochen hier verbringen, und nochmal eine weitere Woche mehr, um mich in Barcelonas rasterförmigem Straßennetz zurecht zu finden, denn mein Orientierungssinn hat hier gnadenlos versagt.
Eines ist sicher: eines Tages werde ich zurückkommen. Deshalb kann ich abschließend nur sagen:
¡Hasta la próxima, Barcelona!

Felix Zehentbauer

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