Planspiel „Der Landtag sind wir!“

Aktuell zum Beschluss des umstrittenen Integrationsgesetzes vom 09.12.2016 durften die Klassen FW 12b und FT 12c am selbigen Tag an einem Planspiel zum Thema „Verbesserung der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern im Kindes- und Jugendalter im Freistaat Bayern“ teilnehmen. Hierfür waren extra drei Teamer im Auftrag des Bayerischen Landtags aus München angereist. Im Gegensatz zum Bayerischen Parlament in München schafften es die beiden Klassen in weniger als vier Stunden einen Beschluss zu verabschieden, um die Integration von Flüchtlingen zu verbessern. Dieser sieht die Schaffung von zusätzlich 2.000 Lehrerstellen vor und eine intensive Fortbildung der bereits tätigen Lehrkräfte. 

Es war Diskussionsfreudigkeit, Improvisation sowie Schauspieltalent gefragt. Die Aufgabe eines Planspieles ist es, sich in die Rolle der Abgeordneten der Parteien des Landtags hineinzuversetzen und als diese zu agieren. Ob die persönliche Meinung mit der einer Rolle eines CSU-, SPD-, FW- oder Grünen-Abgeordneten übereinstimmt, war hierbei nicht entscheidend.

Nach einer kurzen Einführung in die Organisation und Arbeitsweise des bayerischen Landtags und den Ablauf des heutigen Planspiels konnte es auch schon losgehen: Alle Abgeordneten einer Fraktion versammelten sich in einem Klassenzimmer, um den oder die Fraktionsvorsitzende(n) zu wählen. Des Weiteren wurden zwei Abgeordnete der CSU und eine Abgeordnete der SPD für den Posten eines Ausschussvorsitzenden ernannt. Ebenfalls wurde in jeder Fraktion beschlossen, welche Änderungen man in den Gesetzentwurf der SPD einbringen will.

Anschließend trafen sich alle Abgeordneten der Fraktionen im Plenarsaal, zu welchem der Pavillon umfunktioniert wurde. Hier hatte der älteste Abgeordnete die Aufgabe, die Eröffnungsrede zu halten und dazu aufzurufen eine/n Landtagspräsident(en)/in, auf Vorschlag der CSU, per Akklamation zu wählen. 

Weiter ging es in die Ausschüsse. Der federführende Ausschuss für Bildung und Kultus wurde von der Ausschussvorsitzenden der SPD geführt. Hier wurde der Gesetzesentwurf auf Herz und Nieren geprüft. Das Resultat wurde wiederum mit denen der Ausschüsse für „Arbeit“, für „Soziales, Jugend, Familie und Integration“ sowie für „Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport“ verglichen und gegebenenfalls geändert. 

Die Beschlussempfehlung des Ausschuss für Bildung und Kultus ging dann an die Vollversammlung des Bayerischen Landtags. Hier wurde der Beschluss der Ausschussvorsitzenden vorgetragen, woraufhin je ein Sprecher der Fraktionen 3 Minuten Redezeit hatte. Änderungsanträge wurden von den Freien Wählern und der CSU vorgebracht. Dem Änderungsantrag der CSU wurde stattgegeben. Daraufhin wurde die Frage gestellt, wer nun für den Beschluss dieses neuen Gesetzes sei. Diese sollten nun eindeutig zeigen, dass sie dafür sind, in dem sie sich von ihrem Stuhl erheben sollten. Alle Abgeordneten der CSU stimmten dafür. Wiederum alle Abgeordneten der SPD, FW und Bündnis 90/Grünen stimmten klar und deutlich dagegen. Da die CSU im Landtag die absolute Mehrheit besitzt, konnten diese drei Parteien nichts dagegen ausrichten. Das ganze Planspiel wurde von drei Schülerinnen begleitet, die als Presse tätig waren und zahlreiche Berichte und Interviews im Laufe des Tages anfertigten.

Nach diesem Beschluss war das Planspiel auch schon beendet. Zur Enttäuschung einiger Schüler konnten die vor dem Planspiel angekündigten Abgeordneten Frau Christine Haderthauer (CSU) und Frau Gottstein (Freie Wähler) nicht erscheinen. Trotzdem gab es noch ein wenig Zeit für Fragen an die Leiter des Planspiels, die hierfür aus München an unsere Schule gekommen sind.

Wir Schüler waren begeistert von diesem politischen Planspiel und wir bedankten uns am Ende bei unseren Lehrerinnen Frau Funk und Frau Büchl, dass sie uns die Teilnahme an diesem Projekt ermöglicht haben. 

Janine Aviburnu, FW 12b


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