Studienfahrt „Zypern 2016“: Gaudi pur – aber auch politische Info aus erster Hand!

Am 17. September 2016 war es für 40 Schüler der FOS Ingolstadt endlich soweit! Es ging auf zur Studienfahrt nach Nord-Zypern. In Begleitung von Frau Kirschner, Frau Widmann, Herrn Brandes und Herrn Bacani wollten wir diese schöne Insel im Mittelmeer und vor allem die Sitten und Gebräuche der dort lebenden Menschen näher kennenlernen. Unsere Reise begann um 9:00 Uhr am Nordbahnhof in Ingolstadt, wo uns der Airport-Express abholte. Vom Flughafen München flogen wir zunächst nach Istanbul und schließlich nach Ercan auf Zypern. Danach bezogen wir voller Vorfreude auf die nächsten Tage unsere Zimmer.

Von den zahlreichen interessanten und malerischen Sehenswürdigkeiten kann hier zwar nur ein kleiner Überblick geliefert werden, aber selbst dieser sollte darlegen, warum Zypern jederzeit eine Reise wert ist. So wurden wir über die geschichtliche und aktuelle politische Situation nicht nur von kompetenten Referenten informiert. Wir besuchten auch mehrere Klosterruinen wie die von Bella Pais, das einmal eines der mächtigsten Klöster des Mittelmeerraums gewesen war. Aber auch Moscheen standen auf dem Programm. Die meisten von ihnen waren vor der Herrschaft der Osmanen Kirchen gewesen. Ein weiteres Beispiel für das zum Teil für beide Seiten unrühmliche Zusammentreffen von Orient und Okzident auf dieser Insel. Die gigantischen Hafenbefestigungen von Kyrenia sind noch heute ein sichtbares Zeichen für den Einfluss Venedigs. Die Karawanserei, also ein befestigter Lagerplatz für Karawanen, wie sie seinerzeit im ganzen islamischen Raum zu finden waren und der Basar von Nikosia hingegen sind ein Relikt der arabischen Kultur. Von Nikosia aus durften wir erstmals die Grenze überqueren und den südlichen, also den griechischen Teil der Insel besuchen.

Nachdem die Zeit im Handumdrehen vergangen war, saßen wir am Samstag schon im Flieger nach Hause - wehmütig zurückdenkend an den herrlichen Strand und die klasse Verpflegung in unserem Hotel.

Als wir schließlich wieder Ingolstädter Boden betraten, waren wir uns alle einig, dass sich die Exkursion gelohnt hatte! Neben einem erwähnenswerten Defizit an Schlaf nahmen wir die zahlreichen Erfahrungen mit, die wir auf Zypern gemacht hatten. Ein durch Stacheldraht und Beton geteiltes Land mit einer ebenso durch Stacheldraht und Beton geteilten Hauptstadt sowie zwei Volksgruppen, die sich unversöhnlich gegenüberstehen... Ein Blick auf unsere Geschichte verleitet dazu, Parallelen zu unserer eigenen Wurzeln zu ziehen. Das mag helfen, die Vorzüge der Einheit zu erkennen! Denn auf Dauer lassen sich Menschen nicht gewaltsam voneinander trennen... Durchaus ein Hoffnungsschimmer für eine friedliche Lösung für Zypern, dieser so geschichtsträchtigen Insel.



Anna Schlamp, FIW12a
Korbinian Krikler, FIW12a
StRin Michaela Kirschner
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