„T-800 oder 08/15? Der Mensch in Zeiten digitaler Selbstoptimierung“

Die Digitalisierung prägt unseren Alltag: Wie wir leben und kommunizieren hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Letzten Donnerstag standen die aktuellsten Entwicklungen dieses Themas im Zentrum einer Podiumsdiskussion an unserer Schule.

Zusammen mit Prof. Riener der TH Ingolstadt, Experte für das Thema „Interaktion Mensch-Maschine“, diskutierten die Schüler/innen der Klasse 11e Fachrichtung Sozialwesen über den sinnvollen Umgang von Selbstoptimierungs-Apps. Ob die häufige Nutzung solcher Applikationen psychischen Stress auslösen kann, darüber hatten sowohl Prof. Riener als auch Experte Simon Wagner eine konkrete, differenzierte Meinung. Herr Wagner forscht mit seinem Thema „Folgen der Digitalisierung am Arbeitsplatz“ im Institut für  Psychologie an der Universität Regensburg.
Ein erstes Fazit wurde zur Kaffeepause gezogen: Die kritische Auswahl sowie der maßvolle, bewusste Umgang mit Selbstoptimierungs-Apps sind Voraussetzungen, um sich als Konsument vor Stress und Abhängigkeit zu schützen.

Danach wandten sich die zwei Moderatoren Daniel Aulbach (FS 11e) und Robin Kaiser (FS 11e) zusammen mit den Experten dem Bereich „Cybernetic“ zu: Die Schüler/innen erfuhren durch Orthopädietechniker Robert Dallmayer und Physiotherapeut Jürgen Stockbauer, die beide an der Fachklinik für Amputationsmedizin in Osterhofen arbeiten, wie eine herkömmliche (Hand-)Prothese genau funktioniert. Die Realität eines Menschen mit Prothese sieht nämlich technisch gesehen viel magerer aus, als es die Schüler/innen aus Filmen wie „Der Terminator“ kennen. Zum Schluss wurden Chancen und Risiken tragbarer Computersysteme -  sogenanntes „Wearable Computing“ wie etwa die „google-Gedächtnis-Brille“ - als „Prothesen der Zukunft“ mit den vier Experten diskutiert.

Die Schüler/innen der FS 11e planten, organisierten und moderierten das „Junior Science Café“ selbst.  Unsere Schule ist seit November 2015 im „Junior Science Café organisiert und wird durch das Projektbüro „Junior Science Café“ vom „Wissenschaft im Dialog“ in Berlin unterstützt. Das „Pilotprojekt“ der FS 11e soll, nach den zahlreichen positiven Feedbacks im Rahmen der MINT-Förderung an unserer Schule dauerhaft etabliert werden.

Kathrin Bührle, Projektbetreuerin, StRin Chemie/Biologie

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